Beratungsfeld

Arbeitszeugnis: Ihre Ansprechpartner in Aschaffenburg

Dem Arbeitszeugnis kommt im beruflichen Leben große Bedeutung zu. Auf der einen Seite kann eine positive Beurteilung ausschlaggebend dafür sein, dass die Chancen im weiteren Berufsleben beträchtlich steigen. Konträr dazu führt ein neutrales oder lückenhaftes Zeugnis dazu, dass die Chancen sinken, dass Sie zukünftige Arbeitgeber einstellen. Wie Sie sehen, bietet das Arbeits- und Zwischenzeugnis zahlreiche Fallstricke. Mit einer rechtlichen Beratung und professionellen Unterstützung durch unsere Kanzlei in Aschaffenburg gehen Sie auf Nummer sicher, dass Ihnen keine Hindernisse für die Zukunft bereitet werden. Schließlich entscheidet die Bewertung des Arbeitszeugnisses häufig über Erfolg oder Misserfolg im Berufsleben.

Unterschiedliche Arten des Arbeitszeugnisses

Beim Arbeitszeugnis gibt es verschiedene Varianten. Eine beliebte Unterteilung erfolgt zwischen der einfachen und der qualifizierten Variante. Während das einfache Zeugnis nur Angaben über die Dauer und Art der Tätigkeit macht, enthält das qualifizierte Arbeitszeugnis eine Bewertung. Das einfache Zeugnis fungiert schlichtweg als Nachweis der Tätigkeit. Sie können somit behördlichen Stellen nachweisen, dass Sie zu einer bestimmten Zeit einer Tätigkeit nachgegangen sind. Der Mehrwert aus beruflicher Sicht ist hierbei begrenzt. Anders sieht dies bei der qualifizierten Zeugnisvariante aus. In diesem sind Angaben über die Leistung und das Verhalten des Arbeitnehmers während der Tätigkeit im Unternehmen enthalten. Diese Variante ist insbesondere für Ihre berufliche Zukunft als Arbeitnehmer entscheidend. Schließlich verlangen die Arbeitgeber nahezu ausnahmslos deutlich mehr als den Nachweis einer reinen Tätigkeit. Ihr potenzieller neuer Arbeitgeber möchte vielmehr wissen, wie Sie sich bei Ihren bisherigen Tätigkeit geschlagen haben und wie Sie Ihre Aufgaben erfüllt haben.

Die Prinzipien bei der Erstellung des Arbeitszeugnisses

Ein Arbeitgeber muss bei der Ausstellung des Arbeitszeugnisses unterschiedlichen Prinzipien Rechnung tragen. Insbesondere die folgenden Aspekte sind von herausragender Bedeutung, wenn es beim Arbeitszeugnis um die Formulierung, Erstellung und mithin auch die Rechtmäßigkeit des Zeugnisses geht:

  • Zeugnisklarheit
  • Zeugniswahrheit
  • Prinzip des verständigen Wohlwollens

Zeugnisklarheit

Das Prinzip der Zeugnisklarheit gibt darüber Aufschluss, ob das Zeugnis verständlich formuliert ist. Als Arbeitgeber müssen Sie sich klar ausdrücken – versteckte Aussagen sind nicht erwünscht und erlaubt. Vielmehr sollten Sie offen formulieren, was Sie sagen wollen. Allerdings sind gewisse Zeugniscodes in Deutschland weit verbreitet und werden von der Rechtsprechung toleriert. Bei einer umfassenden rechtlichen Beratung in Aschaffenburg können Sie erfahren, inwiefern Sie Zeugniscodes verwenden dürfen und ob das konkrete Zeugnis den rechtlichen Anforderungen genügt. Beim Arbeitszeugnis ist die Formulierung schließlich von enormer Bedeutung.

Zeugniswahrheit

Bei der Formulierung des Arbeitszeugnisses müssen Arbeitgeber zudem das Prinzip der Zeugniswahrheit befolgen. Dies bedeutet einfach gesagt, dass das Arbeitszeugnis der Wahrheit entsprechen muss. Der Arbeitgeber darf sich nichts ausdenken und muss sich einzig und allein am Erlebten orientieren.

Prinzip des verständigen Wohlwollens

Mit einem Endzeugnis soll der Arbeitgeber seinem Arbeitnehmer keine Steine in den Weg legen. Ein schlechtes Arbeitszeugnis würde die berufliche Zukunft des Arbeitnehmers riskieren. Somit gilt das Prinzip des verständigen Wohlwollens. Demnach müssen die Arbeitgeber sich wohlwollend über den Arbeitnehmer äußern. Dieses Prinzip steht häufig im Konflikt mit dem Prinzip der Zeugniswahrheit – als Arbeitgeber müssen Sie hier einen Mittelweg wählen. Einmalige negative Vorfälle dürfen nicht in das Arbeitszeugnis aufgenommen werden. Vielmehr ist es gewünscht, dass insbesondere die positiven Verhaltensweisen und Charakterzüge Einzug in das Zeugnis erhalten.

Das Zwischenzeugnis im Arbeitsrecht: Ihr Anwalt in Aschaffenburg erklärt

Eine weitere Unterteilung bei den Zeugnissen erfolgt unter End- und Zwischenzeugnis. Während das Endzeugnis am Ende eines Arbeitsverhältnisses vom Arbeitgeber ausgestellt wird, können Sie ggf. auch frühzeitig ein Zwischenzeugnis beantragen. Dafür muss ein berechtigtes Interesse des Arbeitnehmers vorliegen. Dies ist in unterschiedlichen Situationen der Fall, zum Beispiel nach mehrjähriger Dauer des Arbeitsverhältnisses. Grundsätzlich wehren sich Arbeitgeber allerdings nur selten gegen die Ausstellung eines Zwischenzeugnisses.

Arbeitszeugnis: Anspruch auf Berichtigung

Der Gesetzgeber hat für jeden Arbeitnehmer einen Anspruch auf ein schriftliches Arbeitszeugnis statuiert. Dies gilt für verschiedene Berufsgruppen wie

  • Praktikanten,
  • Vollzeitbeschäftigte,
  • Teilzeitbeschäftigte,
  • Minijobber sowie
  • befristet und unbefristet angestellte Arbeitnehmer.

Nicht immer entspricht das Arbeitszeugnis jedoch den Zeugnisprinzipien und insbesondere der Wahrheit. Falls Sie also ein unwahres Zeugnis bekommen haben, stellt sich die Frage, ob Sie einen Anspruch auf Berichtigung geltend machen können. Der Anspruch ist nicht nur möglich, wenn das Zeugnis falsch ist. Vielmehr können Sie ggf. einen solchen Anspruch auch geltend machen, wenn Sie mit Ihrem Zeugnis nicht zufrieden sind. Unter Umständen entscheidet dann das Arbeitsgericht in Aschaffenburg, ob das jeweilige Zeugnis berichtigt werden muss. Um Ihre Chancen vor dem Arbeitsgericht zu erhöhen, sollten Sie einen erfahrenen Rechtsanwalt mit der Wahrnehmung Ihrer Interessen beauftragen.

Darüber hinaus können wir aufgrund unserer Expertise das Arbeitszeugnis zunächst prüfen und Ihren Arbeitgeber kontaktieren – die Praxis zeigt, dass viele Arbeitgeber in Aschaffenburg ein Gerichtsverfahren vermeiden wollen und sich infolgedessen bei der Berichtigung kooperativ zeigen.

Klage erheben mit Ihrer Anwaltskanzlei

Falls eine gütliche Einigung zwischen Ihnen und Ihrem alten Arbeitgeber nicht möglich ist, können Sie immer noch eine Klage erheben. Dies sollte jedoch nur die ultima ratio sein. Schließlich macht es sich bei einem potenziellen neuen Arbeitgeber nicht unbedingt gut, wenn er erfährt, dass Sie Ihren alten Arbeitgeber verklagt haben. Nichtsdestotrotz kann in bestimmten Fällen eine Klage der letzte Ausweg sein, um Ihre beruflichen Zukunftschancen zu wahren. Bei einer Beratung bei Ihrem Rechtsanwalt in Aschaffenburg erfahren Sie mehr über Ihre individuellen Erfolgschancen. Letztendlich versuchen wir stets, die Klage zu vermeiden und eine gütliche Einigung zu erzielen. Dafür ist es erforderlich, dass Sie uns rechtzeitig kontaktieren, sodass wir frühzeitig intervenieren können.

Spezialisierter Rechtsanwalt zum Thema Arbeitszeugnis in Aschaffenburg

Als erfahrene und kompetente Anwaltskanzlei aus Aschaffenburg verfügen wir über das notwendige Know-how, um Ihnen mit Rat und Tat bei allen Fragen rund um das Arbeitszeugnis, dessen Prüfung oder Formulierung zur Seite zu stehen. Der Tätigkeitsschwerpunkt von Lisa-Marie Fäth liegt im Arbeitsrecht. Als spezialisierte Rechtsanwältin ist sie mit sämtlichen Belangen des Rechtsgebiets bestens vertraut. Zahlreiche Weiter- und Fortbildungen sorgen dafür, dass sich unsere Anwälte für Arbeitsrecht in Aschaffenburg immer auf dem neuesten Stand befinden und weitreichende Kenntnisse des aktuellen Rechts besitzen.

Kontaktieren Sie unsere Anwaltskanzlei in Aschaffenburg

Wenn Sie rechtliche Bedenken rund um die Erstellung des Arbeitszeugnisses haben oder ein Arbeitszeugnis prüfen lassen möchten, sind Sie bei uns genau richtig. Als bereits viele Jahre lang praktizierende Anwaltskanzlei und Steuerberatung aus Aschaffenburg profitieren Sie von einer umfassenden Erfahrung. Haben Sie grundsätzliche Fragen zu einer Bewertung des Arbeitszeugnisses oder wünschen Sie regelmäßige Unterstützung bei der Formulierung? Kontaktieren Sie uns gerne. Gemeinsam mit Ihnen entwickeln wir eine individuelle Lösung, die Ihren Wünschen Rechnung trägt.

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