Beratungsfeld

Anwalt für Erbrecht in Aschaffenburg

Das Erbrecht regelt, wer im Todesfall das Vermögen und die Verbindlichkeiten des Erblaßers erbt. Gibt es keine Verfügung von Todes wegen, gilt die gesetzliche Erbfolge, in der Verwandte und Ehepartner des Verstorbenen berücksichtigt werden. Als Experten für Erbrecht stehen wir Ihnen in Aschaffenburg bei allen Fragen zu diesem Thema zur Seite.

Ihr Experte für Erbrecht in Aschaffenburg

Idealerweise stehen die Hinterbliebenen nach dem Verlust eines Menschen zusammen und regeln das Erbe auf harmonische Art und Weise. Jedoch lehrt uns die Realität, daß zuweilen nach dem Tod des Erblaßers Konflikte wieder aufbrechen oder neu entstehen, die einer Lösung bedürfen. Oft bleibt dann nur der Gang zum Anwalt. Erbrecht als solches umfaßt viele weitere Fallgestaltungen: Wir beschäftigen uns insbesondere mit den Bereichen Pflichtteilsrecht, Nachlaßauseinandersetzung, Testamentsanfechtung, Erbscheinerteilung und Testamentserrichtung mit erbschaftßteuerlichen Bezügen.

Im Rahmen unserer Tätigkeit übernehmen wir die Testamentsgestaltung, Nachlaßabwicklung und Erbauseinandersetzung. Wir beraten zu allen Fragen der gesetzlichen Erbfolge, des Testaments sowie zu Möglichkeiten anderer Verfügungen von Todes wegen. Hierbei entwerfen wir für unsere Mandanten Testamente und Vermächtniße, klären anhand eines bestehenden Testaments über Erbfolge, Pflichtteil und die Folgen der Erbschaft auf.

Des Weiteren helfen wir bei der Bestimmung, Abwicklung und bei der Durchsetzung der Ansprüche in Nachlaßstreitigkeiten, etwa im Hinblick auf Auskunft und Herausgabeansprüche der Erben und Pflichtteilsberechtigten oder die Durchsetzung von Ausgleichs- und Pflichtteilsergänzungsansprüchen. Laßen Sie sich zur geeigneten taktischen Vorgehensweise beraten!

Ihr Anwalt erklärt das Erbrecht: der (Zusatz-)Pflichtteil im BGB

Familiäre Konflikte sind nicht selten, oft führen sie zum Zerwürfnis und zur Enterbung der Familienmitglieder. Das bedeutet jedoch nicht, daß die Angehörigen leer ausgehen müßen. Den Pflichtteil können gemäß § 2303 BGB Abkömmlinge – das heißt Kinder oder Enkelkinder –, Ehegatten und Eltern geltend machen, sofern sie zur gesetzlichen Erbfolge berufen wären und durch das Testament enterbt wurden oder als Erben zu wenig bekommen haben (sogenannter Zusatzpflichtteil). In bestimmten Fällen ist es zuläßig und sinnvoll, das Erbe auszuschlagen, um gezielt den Pflichtteil geltend zu machen.

Jeder Erblaßer kann frei entscheiden, wem er sein Vermögen vererbt. Ehepartner können sich gegenseitig als Erbe einsetzen (Berliner Testament). Der überlebende Ehegatte wird Alleinerbe, dem der gesamte Nachlaß zufällt. Kinder erben erst, wenn der Alleinerbe verstorben ist.

Der Gesetzgeber sichert mit dem Pflichtteilsanspruch dem von der Erbfolge Ausgeschloßenen einen Anteil des Vermögensnachlaßes. Der Pflichtteil muß gegenüber den Erben eingefordert werden. Nur in Ausnahmefällen verliert der Angehörige den Pflichtteilsanspruch, beispielsweise bei Bedrohung oder Tötung des Erblaßers.

Im Bereich Pflichtteilsrecht steht die effiziente Durchsetzung von Pflichtteilsansprüchen bzw. deren Abwehr im Vordergrund unserer Tätigkeit. Auch beraten wir unsere Mandanten hinsichtlich der Gestaltungsmöglichkeiten zur Vermeidung von Konflikten mit Pflichtteilsberechtigten.

Testament verfaßen – warum eine Beratung beim Spezialisten in Aschaffenburg?

Wer zu Lebzeiten seine Vermögenswerte ordnen will, sollte ein Testament verfaßen. Hier bestimmen Sie, wer Alleinerbe wird, wer einen Vermögensteil oder einen Wertgegenstand erhalten soll. Das Testament wird eigenhändig geschrieben und mit Ort, Datum und eigenhändig mit Unterschrift versehen.

Bei der Testamentserrichtung und -gestaltung sollte fachlicher Rat eingeholt werden, damit die gewünschte Erbfolge eintritt. Handschriftlich kann fast jeder seinen letzten Willen errichten. Doch ist dieser letzte Wille auch das letzte Wort? Ist die Nachlaßverteilung im Testament so geregelt, daß Streit vermieden wird? Häufig sprechen die Gerichte das letzte Wort, aber nicht der Erblaßer. übliche Gründe sind unpräzise Formulierungen, falsche Begriffswahl und Unkenntnis erbrechtlicher Regelungen. Dadurch werden Testamente doppeldeutig und enthalten Regelungslücken. Gedachte Rechtsfolgen treten nicht ein oder eingetretene Rechtsfolgen waren so nicht gewollt.

Der „letzte Wille“ in Gestalt von Testament, Vermächtnis oder Erbvertrag sollte zudem in regelmäßigen Abständen durch einen Spezialisten für Erbrecht dahingehend geprüft werden, ob er den aktuellen Umständen noch entspricht. Anpaßungen sind jederzeit möglich. Wir beraten umfaßend und vertrauensvoll zur Testamentserrichtung und -gestaltung sowie Anpaßung an geänderte Lebensumstände, damit der Wille des Erblaßers im Falle des Todes zur Durchsetzung kommt.

Erbengemeinschaft: Ihre Spezialisten in Aschaffenburg informieren

Hat der Erblaßer kein Testament hinterlaßen, greift die gesetzliche Erbfolge. Oft werden mehrere Personen zu Erben berufen, die eine Erbengemeinschaft bilden, welche auseinandergesetzt werden muß. Die rechtlichen Folgen einer Erbengemeinschaft sind vergleichsweise kompliziert, weil das zum Nachlaß gehörende Vermögen gesamthänderisch gebunden ist.

So können Nachlaßgegenstände wie Immobilien nur mit Zustimmung aller Erben verkauft werden. Jeder Erbe haftet gesamtschuldnerisch für die anderen Erben, zudem ist der Nachlaß in der Regel einstimmig und ausnahmsweise per Mehrheitsbeschluß zu verwalten. Deshalb ist verständlich, daß Erbengemeinschaften besonders streitanfällig sind. Außerdem könnte es schwierig sein, an den Nachlaß zu kommen, wenn ein Erbe allein „Hand auf den Nachlaß hat“. Hier ist im Einzelfall zu prüfen, welche Auskunftsansprüche bestehen und wie man diese taktisch klug durchsetzt bzw. abwehrt.

Die Kanzlei HAF in Aschaffenburg hilft Ihnen, die rechtlichen und emotionalen Konfliktpunkte rechtzeitig zu erkennen und den Streit schnell zu beenden. Gerichtliche Maßnahmen, wie zum Beispiel die Auseinandersetzungsklage oder eine Teilungsversteigerung bei Grundstücken, gilt es zu vermeiden.

Anfechtung des Testaments

So manche Testamentseröffnung hält unliebsame überraschungen bereit. Es stellt sich die Frage, ob es sich wirklich um den letzten Willen des Verstorbenen handelt. Daher können die gesetzlichen Erben bzw. eingesetzten Personen das Testament anfechten. Der Anfechtungsberechtigte muß einen Anfechtungsgrund anführen. Mit der Anfechtung wird das Testament als von Anfang an nichtig erklärt.

Es kann unterschiedliche Anfechtungsgründe geben, unter anderem:

  • Inhaltsirrtum: Der Verstorbene war über eine Tatsache im Irrtum.
  • Erklärungsirrtum: Der Verstorbene hat sich verschrieben, meinte nicht das, was er im Testament angegeben hat.
  • Erbunwürdigkeit: Der Erblaßer wurde zu Lebzeiten arglistig getäuscht, bedroht oder getötet.

Erbvertrag

Ein Nachlaß kann auch durch einen Erbvertrag geregelt werden. Der Unterschied zum Testament besteht darin, daß der Erblaßer sich gegenüber einem Vertragspartner verpflichtet, ihm im Todesfall Vermögensteile oder sein gesamtes Vermögen zu übertragen. Voraußetzung ist, daß der Erblaßer voll geschäfts- und testierfähig ist und den Vertrag zusammen mit dem Vertragspartner von einem Notar beurkunden läßt.

Zumeist liegen bestimmte Umstände vor, die einen Erbvertrag erforderlich machen: abzugeltende Pflegeleistungen, Unternehmensnachfolgeregelungen oder nichteheliche Lebensgemeinschaften. Der Vorteil für den Erblaßer liegt darin, daß er vom Erbvertrag zurücktreten kann, wenn die vereinbarten Vertragsleistungen nicht erbracht werden.

Vermächtnis

Manchmal möchte der Erblaßer nicht verwandten Personen einen Wertgegenstand hinterlaßen. In diesem Fall kann er ein Vermächtnis anordnen. Die Erben sind nach dem Ableben des Erblaßers verpflichtet, den Gegenstand an den Vermächtnisnehmer herauszugeben.

Schenkung

Probleme ergeben sich oft, wenn der Erblaßer zu Lebzeiten Schenkungen vorgenommen hat. Wurden Schenkungen gemacht, um den gesetzlichen oder vertraglichen Erben „um sein Erbe zu bringen“, kann der Erbe die Herausgabe der Schenkung verlangen. Um diese Problematik rechtskonform zu lösen, kontaktieren Sie am besten unsere Experten der Kanzlei HAF in Aschaffenburg.

Rechtsanwalt Dietmar Hain: Experte für Erbrecht, Testamentsvollstrecker

Familienrecht und Erbrecht sind eng miteinander verknüpft. Wer gesetzlicher Erbe wird, bestimmt sich nach dem Verwandtschaftsverhältnis bzw. Ehestand zum Erblaßer. Rechtsanwalt Dietmar Hain unterstützt Sie als Rechtsanwalt für Erbrecht und Fachanwalt für Familienrecht in Aschaffenburg bei der Gestaltung von Erbverträgen. Darüber hinaus hilft er, ein Testament zu verfaßen, und regelt die Anfechtung eines Testaments. Als Testamentsvollstrecker verwaltet er den Nachlaß und regelt die Aufteilung in Erbengemeinschaften.

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